Porträts: Wer wir sind - was wir machen

Dr. Melanie Metzenthin, ärztliche Gutachterin der Abteilung Krankenhaus

Gutachten schreiben, das liegt Dr. Melanie Metzenthin. Doch nicht nur das, sondern das Schreiben überhaupt: 20 Bücher hat sie bislang veröffentlicht, für sechs weitere bereits Verträge. Sie ist bekannt in der Szene für ihre fachkundigen historischen Medizin-Romane.

Hauptberuflich steht die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie der Abteilung Krankenhaus aber vor ganz aktuellen Fragen der ärztlichen Begutachtung: Hat man im Krankenhaus alles richtig abgerechnet? Musste jemand wirklich so lange im Krankenhaus behandelt werden? Unnötige Hospitalisierung zu vermeiden ist schon lange ein zentrales Thema in ihrem Fach. „Da lasse ich mich auch von schwierigen Fällen nicht erschrecken, weil ich so viel gesehen habe“, sagt Dr. Metzenthin, die viele Jahre in Kliniken, im Sozialpsychiatrischen Dienst und im forensischen Maßregelvollzug – mit den „schweren Jungs“, wie sie sagt – gearbeitet hat, bevor sie zum Medizinischen Dienst kam.

Gutachten hatte sie zuvor bereits für Strafprozesse verfasst – und nebenbei zwei Kriminalromane mit Themen aus der forensischen Psychiatrie. „Doch das trenne ich immer fein säuberlich, damals wie heute“, betont sie. Ihr Beruf liefert ihr Anregungen – aber auch die medizinische Fachkenntnis, die sie von anderen Autoren unterscheidet. Die Romane entstehen übrigens neben ihrem Vollzeitberuf beim Medizinischen Dienst Nord im BBZ Hamburg, „wahrscheinlich dann, wenn andere fernsehen“, lacht sie. „Am Wochenende zwei bis drei Stunden, im Urlaub mehr“, schildert sie ihr Arbeitspensum, wenn sie ihre Geschichten schreibt, die von realem Leben und Leiden inspiriert sind, das sie so gut kennt.

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Dr. Merle Klepik, ärztliche Gutachterin, Fachbereich § 18 SGB XI, Abteilung Pflegeversicherung

„Hier kann ich dazu beitragen, dass Menschen die Pflege bekommen, die ihnen zusteht“, bringt es Dr. Merle Klepik auf den Punkt, und meint die Arbeit in der Pflege-Einzelfallbegutachtung, also die, bei der es um die Feststellung von Pflegegraden nach Paragraf 18 des elften Sozialgesetzbuches geht. Dabei schlägt die Ärztin aus der Nähe von Kiel einen Bogen zu ihrem Start als Kinderkrankenschwester. Weil die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten für sie als damals 23-Jährige „sehr absehbar“ waren, wie sie heute sagt, hatte sie Medizin studiert und schließlich elf Jahre in der Kinderchirurgie  gearbeitet. „Heute finde ich es sehr spannend, beim Medizinischen Dienst nicht nur die Krankheitsbilder von jungen wie alten Menschen zu sehen, sondern ihnen auch konkret Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie etwas für sich verbessern können, wo sie Hilfe finden.“

Abwechslungsreich! Das fällt ihr spontan zu ihrem jetzigen Arbeitsalltag ein: An zwei Tagen in der Woche begutachtet sie, also besucht sie Menschen, die Pflege beantragt haben, in ihrem Wohnumfeld – sei es zu Hause oder in der Pflegeeinrichtung. An den anderen Tagen sichtet und bearbeitet sie Anträge mit besonderen medizinischen Fragestellungen. Oder es ist ihr Fachwissen gefragt, um pflegefachliche Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen: Dabei kann es zum Beispiel um Fragen zu besonderen Krankheitsbildern oder um Maßnahmen gehen, die das Wohnumfeld verbessern sollen, sowie auch die Frage, ob eine Rehabilitation für jemanden sinnvoll sein könnte. Diese beratende Funktion sei sehr befriedigend, sagt sie, und schätzt dabei auch die vielen menschlichen Erfahrungen. „Ich höre so häufig, was für ein nettes Gespräch es war, wie diejenige oder die Angehörigen alles erzählen und zeigen konnten – unabhängig davon, ob es am Ende der gewünschte Pflegegrad erreicht wird.“

Ihren eigenen Weg, raus aus der Klinik und zum Medizinischen Dienst Nord, bereut sie nicht. Nach einem Umzug hatte sie sowieso einen beruflichen Neustart geplant, der auch ihrer Familie zugute kommt. Getauscht hat Dr. Merle Klepik damit auch die starren Klink-Arbeitszeiten „mit früher Visite und später Übergabe am Nachmittag“ gegen Gleitzeit und planbar freien Wochenenden und Feiertagen. Heute ist alles zusammen die richtige Kombination für sie.

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Jan Sauer, pflegefachlicher Gutachter, Fachbereich § 114 SGB XI, Abteilung Pflegeversicherung

Das könne er gut, sagt Jan Sauer von sich, und er macht es gerne: Prozesse bei Arbeitsabläufen erkennen, sie verstehen und dann bewerten. Eine gute Voraussetzung, um als Gutachter die Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegedienste vor Ort zu prüfen und zu beraten. Und Prüfungen können ganz unterschiedlich verlaufen, berichtet der gelernte Krankenpfleger, der unter anderem zehn Jahre in einer Notfallambulanz und im OP gearbeitet hat. In dieser Zeit hat Jan Sauer parallel auch noch Pflegemanagement studiert, bevor er „aus Neugier“, wie er sagt, zum Medizinischen Dienst kam.

Hier kann er bei Regel- oder Anlassprüfungen von Pflegeeinrichtungen nicht nur feststellen, ob einzelne Personen richtig gepflegt werden, sondern auch ob systematische Fehler gemacht werden, die körperliche und seelische Auswirkungen auf viele Bewohner haben – oder bald haben könnten. Doch was so einfach klingt, erfordert Fachkenntnis für die Begutachtung: „Man muss professionell Pflegender mit Examen sein und Berufserfahrung, sonst kann man das nicht machen.“ Wichtig ist ihm außerdem Einfühlungsvermögen für die Beratung, also eine „klare und gerechte Kommunikation“ mit dem Pflege-Personal. „Nur so lässt sich etwas zum Besseren ändern“, ist dem Diplom-Pflegewirt wichtig. Dazu gehört für ihn: „greifbar sein und feinfühlig, damit mein Gegenüber offen für meine Beratung bleibt.“

Auch sich selbst sieht er als „ständig Lernender“ seit 14 Jahren in einer sehr dynamischen Zeit, weil sich nahezu jedes Jahr in der Pflege-Qualitätsprüfung etwas ändert. Für die Pflege hatte sich Jan Sauer zu Anfang seines Berufslebens übrigens bewusst entschieden – und nicht für ein Medizinstudium, betont er: „Weil ich in der Pflege – intensiver als ein Mediziner – mehr den Menschen sehe und mich um das, was Erkrankungen bei ihm auslösen, kümmere.“ Das treibt ihn auch heute noch täglich an.

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Laura Baumgart, Teamassistentin der Abteilung Krankenhaus

„Je schwieriger, desto besser – das mag ich“, sagt Laura Baumgart, und startet so ihren Tag in der Teamassistenz im BBZ Kiel. Diese Einstellung braucht die gelernte Medizinische Fachangestellte auch: Denn sie und ihre vier Kolleginnen und Kollegen planen die Begutachtungen von 64 Krankenhäusern in der Mitte und dem Norden Schleswig-Holsteins.

„Wir haben jeden Tag 100 bis 200 Prüfaufträge der Krankenkassen, die wir sichten, filtern und 24 ärztlichen Gutachterinnen und Gutachtern und sieben Kodierfachkräften zuteilen.“ Dabei kann sie ihre Erfahrungen aus der Arztpraxis und bei einer Krankenkasse optimal nutzen. Ebenso, wenn sie gemeinsam mit der Teamleitung noch offene besondere Fälle zur Begutachtung ständig im Blick hat. Zusätzliche Verantwortung, die sie gerne übernehme, sagt sie. „Ich organisiere und koordiniere eben gerne.“ Auch das sei eine gute Voraussetzung für ihre Arbeit am monatlichen Einsatzplan der Gutachterinnen und Gutachter: „Was jedesmal ein fragiles Puzzle ist, in dem wir so viele verschiedene Personen, Krankenhäuser, Zeiten und Anforderungen zusammenbringen müssen. Und es ist klasse, wenn am Ende wieder mal alles zusammenpasst.“

Ihren Ausgleich findet die Heikendorferin im Sport. Als Indoor-Cycling-Trainerin im Fitness-Studio bringt sie nach Feierabend um sich herum alle ins Schwitzen.

Dominik Dechant, Kodierfachkraft der Abteilung Krankenhaus

Der Zivildienst hat Dominik Dechant damals für seinen Beruf begeistert. Die Arbeit im Krankenhaus – „nahe dran an den Menschen“, wie er sagt – , hatte ihm so gefallen, dass er eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger anschloss, „mit viel Teamarbeit, viel Abwechslung, auch technischen Herausforderungen an Dialyse- und Beatmungsgeräten“.

Diese Vielfalt schätzt der gebürtige Lübecker auch heute an seiner Arbeit als Kodierfachkraft der Abteilung Krankenhaus im BBZ Lübeck: Hier kann er seine Erfahrung aus verschiedenen Krankenhäusern einsetzen, besonders die aus vielen Jahren auf einer Intensivstation des Universitäts-Krankenhauses Schleswig-Holstein (UKSH). „Das hat meinen Blick geschult“, sagt er. Denn in der Krankenpflege habe die Dokumentation einen großen Anteil. „Ich habe ein gutes Verständnis dafür, welche Behandlungsunterlagen für die Begutachtung relevant sind und kenne die verschiedenen Dokumentationssysteme der Krankenhäuser.“

Begeistert hat ihn die ausführliche Einarbeitung beim Medizinischen Dienst Nord mit einem abschließenden Einführungsseminar sowie der Möglichkeit tageweise im Homeoffice zu arbeiten. Seite an Seite mit den ärztlichen Mentoren arbeitet er an Gutachten zu Abrechnungsprüfungen, „für die wir, die Kodierfachkräfte, oft bis zur Abnahme recherchieren und kontrollieren, im Idealfall soweit, dass die Ärztinnen und Ärzte nur noch draufschauen und freigeben, sozusagen im Vier-Augen-Prinzip“. Den Ausgleich zu den vielen Stunden vor dem Bildschirm sucht er mit seiner Familie zu Hause in Bad Malente, wo er nicht nur mit Laufen und Fahrradfahren für seine eigene Gesundheit sorgt, sondern auch mit Stand-Up-Paddling auf den vielen Seen der „Holsteinischen Schweiz“.

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Conrad Frederking, Fachinformatiker im Team IT der Abteilung Service

„Eigentlich wollte ich mein Hobby nie zum Beruf machen“, sagt Conrad Frederking. Dann hat er es doch getan. Seine Begeisterung für Elektrotechnik und Computer – „seit dem ersten Rechner, den ich in die Hand bekam" – mündete in einer Fachinformatik-Ausbildung für Systemintegration. „Ich mag Herausforderungen“, sagt der Lübecker und bekommt im Medizinischen Dienst Nord jede Menge davon. Denn im Team IT im BBZ Hamburg sorgt er für die Netzwerktechnik, also dafür, dass die Hard- und Software der rund 600 Beschäftigten gut und sicher zusammenarbeitet. Ohne ihn und den Kollegen würden auch die insgesamt 80 physischen und virtuellen Server des Medizinischen Dienstes Nord nicht sicher laufen. Hier zahlt sich seine vorherige Berufserfahrung bei einem großen EDV-Dienstleister aus. „Wir sind hier ein kleines Team, nur zwölf Kollegen, alle mit unterschiedlichen Kenntnissen, die sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.“ Das schätzt er an seinem Team im BBZ Hamburg. Und auch, „dass wir durch die Pandemie gezwungen waren, große Fortschritte zu machen – und es geschafft haben, mit viel Arbeit und viel Spaß!“ Diese Begeisterung und sein Wissen will er auch weitergeben und erwirbt gerade die Ausbilder-Eignung, um die nächsten IT-Azubis im Team am Standort Hamburg auszubilden. Am Ende, sagt er, sei sein Beruf auch sein Hobby geblieben.

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Burcu Karol, Serviceteam Pflegeversicherung § 18 SGB XI

„Ich frage jeden Einzelnen, ob sie oder er mit dem Terminvorschlag einverstanden ist“, sagt Burcu Karol, und hat so mit hunderten Versicherten in der Woche Kontakt – weil sie alle anruft: „Immer zwei Tage vor dem Termin der  Pflegebegutachtung, den wir per Post geschickt haben.“ Sie ist eine von 15 Kolleginnen und Kollegen des Serviceteams Pflege-Einzelfallbegutachtung im BBZ Hamburg und will damit sicherstellen, dass auch jede und jeder anzutreffen ist, wenn die Gutachterinnen und Gutachter kommen – oder zur Telefonbegutachtung anrufen.

Burcu Karol konnte immer schon gut mit Menschen umgehen. Erst im Einzelhandel, wo die Hamburgerin mit türkischen Wurzeln ihre kaufmännische Lehre abschloss, dann im ambulanten Pflegedienst, in ihrer Ausbildung zur „Kauffrau im Gesundheitswesen“, danach als Beraterin für Medizinprodukte. Und dass sie so gut planen und organisieren kann, hat ihr auch im Fernstudium geholfen, das sie mit dem Bachelor in Gesundheits- und Sozialwesen abgeschlossen hat – parallel zur Arbeit in Vollzeit. „Auch hier im Medizinischen Dienst habe ich den Freiraum, viel selbst zu organisieren, was mich auch herausfordert“, sagt sie, „weil allein ich am Tag etwa 75 Anträge nach der Erfassung, Sichtung und Zuordnung an rund 15 unserer insgesamt 60 Gutachterinnen und Gutachter verplane“.

Mit deren Einsatzplänen im Blick koordiniert sie am Ende auch die Fahrten zu den Versicherten. Bei all dem berücksichtigt sie auch die Wünsche der Versicherten, Angehörigen, Betreuer und des Pflegepersonals. „Spannend wird es, wenn wir im Serviceteam sowohl die älteren Fälle ohne Fristen, also auch die Fälle, die eine Verfristung haben, gleichzeitig im Auge haben“, ergänzt sie. Der Grund sind die gesetzlichen Vorschriften, die lange Wartenzeiten verhindern sollen. „Zufrieden bin ich, wenn ich am Abend nach Hause komme und weiß, dass alles steht.“ Dabei ist ihr klar, dass den Antragstellern die Gesamtzahl von mehr als 1.500 Anträgen, die allein das Hamburger Serviceteam jede Woche verplant, nicht bewusst sein kann. „Dann ist wieder mein Einfühlungsvermögen gefordert, wenn einige am Telefon verärgert sind, weil sie einen speziellen Termin mit gewünschter Uhrzeit nicht bekommen.“ Doch sie versucht immer eine Lösung zu finden.

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Chantal Teschke, Recruiterin, Abteilung Personal und Finanzen

Es ist der „perfect match“, den sie ständig sucht. Übersetzt heißt es in etwa: Bewerbende,  Arbeitgeber und die neuen Aufgaben sollten bestmöglich zusammenpassen. Diese Anglizismen der „Recruiter“ sind typisch für die international denkende Personalvermittlungsbranche, aus der Chantal Teschke kommt. Dort hat die gebürtige Münsterländerin den Beruf der Personaldienstleistungs-Kauffrau gelernt und viele Jahre als „Headhunterin“ von Hamburg aus neue Talente für Firmen im Finanzbereich gesucht. Nun ist sie zusammen mit Kollege Sascha Schulze „auf der Jagd“ nach Talenten für den Medizinischen Dienst Nord – und damit erste Ansprechpartnerin, für alle, die sich bewerben. Und das sind mehrere hundert jedes Jahr.

„Wichtig ist uns dann immer das erste Telefonat, denn obwohl viele Bewerberinnen und Bewerber offenbar den Medizinischen Dienst kennen, ist oft nicht klar, welche beruflichen Möglichkeiten wir bieten.“ Hier gilt der erste Eindruck, insbesondere arbeitgeberseitig. Übrigens längst nicht mehr in der Din-A4-Mappe, sondern zu 99 Prozent elektronisch über die Online-Bewerbungsmaske auf der Website eingereicht, „was heute auch üblich ist“, betont sie. Das spiegelt auch die digitalisierte Arbeitsweise des Recruitings wider. Chantal Teschke kennt sich mit den verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen, ihren Eigenschaften sowie den Wünschen der vielen Fachleute aus, die jedes Jahr beim Medizinischen Dienst Nord ihren neuen beruflichen Weg suchen. „Wie wir bestmöglich zusammenfinden, das will ich herausfinden. Für beide Seiten!“ Den „perfect match“ hat sie beim Medizinischen Dienst Nord übrigens auch selbst gefunden: Nach der Geburt ihres zweiten Kindes fand sie hier für sich die beste Möglichkeit, ihren anspruchsvollen Beruf und ihre Familie zu vereinbaren – so wie viele Bewerberinnen und Bewerber, auf die sie jetzt trifft.

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Was wir bieten: Berufsgruppen im Medizinischen Dienst Nord

Sie sind Fachärztin oder Facharzt?

Als ärztliche Gutachterin/ärztlicher Gutachter in der Abteilung Ambulante Versorgung beantworten Sie Fragen der Krankenkassen unter anderem zu folgenden Themen: Arbeitsunfähigkeit, Hilfsmittel, Vorsorge- und Rehabilitations-Maßnahmen, Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) / Arzneimittel, Plastische und Bariatrische Chirurgie, Häusliche Krankenpflege, Heilmittel, Hospiz und SAPV sowie Behandlungsfehler. Hierbei berücksichtigen wir Ihre Fachlichkeit und Ihr Interesse an den jeweiligen Themen.

 

Sie sind klinisch erfahrene Ärztin oder erfahrener Arzt?

Als ärztliche Gutachterin oder ärztlicher Gutachter in der Abteilung  Krankenhaus prüfen Sie die Abrechnungen (Fallpauschalen DRG/PEPP) der Krankenhausbehandlung. Sie arbeiten im Team zusammen mit Kodierfachkräften, die vorbereitende Tätigkeiten für Ihre Gutachten übernehmen, und die die pflegefachlichen Fragestellungen begutachten. Zu Ihren Aufgaben gehört die Aus- und Weiterbildung der Kodierfachkräfte. Die Begutachtung findet in Aktenlage, als Videokonferenz oder vor Ort im Krankenhaus statt. Sie erstellen ärztliche Gutachten auf wissenschaftlicher Grundlage zur Notwendigkeit von neuen Methoden der Krankenhausbehandlung. Darüber hinaus prüfen Sie im Team die Strukturvoraussetzungen und  Qualitätsvorgaben in Krankenhäusern. In der Regel prüfen Sie diese im Rahmen von Krankenhausbegehungen und besprechen Fälle und Vorgaben mit Klinikvertretern. Zu Ihren Aufgaben gehört auch die Begutachtung von Behandlungsfehlern.

Sie sind erfahrene (Fach-) Ärztin oder erfahrener (Fach-) Arzt?

Als ärztliche Gutachterin oder ärztlicher Gutachter im Fachbereich Einzelfallbegutachtung nach § 18 SGB XI gehört es zu Ihren Aufgaben, alle mit der gesetzlichen Pflegeversicherung verbundenen Fragen im Zusammenhang mit der Beurteilung von Pflegebedürftigkeit der antragstellenden Personen zu bearbeiten. Dabei unterstützen Sie die in der Abteilung Pflegeversicherung tätigen Pflegefachkräfte insbesondere mit Ihrem medizinischen Know-how, auch bei der Beurteilung der Fragen zur Teilhabe (Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel, Anpassungen des Wohnumfeldes und der Rehabilitationsbedürftigkeit).

Zu Ihren Aufgaben gehört es auch, die antragsstellenden Personen in deren häuslicher Umgebung oder in Pflegeeinrichtungen aufzusuchen. Die Begutachtungen erfolgen unabhängig und nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien. Für Ihre Qualifizierung für diese anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit steht Ihnen ein Team erfahrender Kolleginnen und Kollegen zur Seite. Der Medizinische Dienst Nord verfügt über die Weiterbildungsermächtigung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sozialmedizin. 

Sie sind eine erfahrene Pflegefachkraft?

Damit sind Sie in einem von zwei Fachbereichen der Abteilung Pflegeversicherung tätig.

Als Pflegefachkraft im Fachbereich Einzelfallbegutachtung gemäß § 18 SGB XI stellen Sie in erster Linie den Umfang der Pflegebedürftigkeit von Versicherten fest. Darüber hinaus gehört es auch zu Ihren Aufgaben, weitere mit der Pflegebedürftigkeit verbundene Aspekte zur Verbesserung der Teilhabe (Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel, Anpassungen des Wohnumfeldes und ggf. der Rehabilitationsbedürftigkeit) zu beurteilen. Sie suchen hierzu arbeitstäglich die antragstellenden Personen in deren häuslicher Umgebung oder in Pflegeeinrichtungen auf; die Begutachtungen erfolgen unabhängig und nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien. Für Ihre Qualifizierung dieser anspruchs- und verantwortungsvollen Tätigkeit steht Ihnen ein Team erfahrender Kolleginnen und Kollegen zur Seite.

Sie sind eine erfahrene Pflegefachkraft mit Leitungserfahrung und besitzen schon Erfahrungen im Qualitätsmanagement oder vielleicht schon die Qualifikation eines TQM-Auditors?

Als Pflegefachkraft mit Leitungserfahrung führen Sie im Fachbereich Qualitätsprüfung und Beratung von Pflegeeinrichtungen gemäß § 114 SGB XI Qualitätsprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durch. Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit ist die Überprüfung der Ergebnisqualität, d.h. werden von der jeweiligen Einrichtung die erforderlichen fachlichen Standards an eine gute Pflege erbracht? Die Überprüfungen erfolgen auf Grundlage gesetzlicher Vorschriften und Richtlinien.

Für diese anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit stehen Ihnen Fortbildungen und ein Team erfahrender Kolleginnen und Kollegen zur Seite. Bei der gegebenenfalls erforderlichen Qualifizierung zum TQM-Auditor unterstützen wir Sie selbstverständlich.

Sie sind eine erfahrene Pflegefachkraft, möchten einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, wollen aber keine Nacht- und Wochenenddienste mehr machen? In der Abteilung Ambulante Versorgung, der der Fachbereich Behandlungsfehler zugeordnet ist, begutachten Sie fachlich unabhängig Fälle, bei denen Versicherte vermuten, es sei ein Pflegefehler passiert. Durch Ihr Gutachten verhelfen Sie mit Ihrem Wissen den Versicherten zu ihrem Recht beziehungsweise Sie räumen den Verdacht aus, dass ein Pflegefehler passiert ist.

Sie sind examinierter Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegerin oder Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger mit klinischer Erfahrung, möchten einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, wollen aber keine Nacht- und Wochenenddienste mehr machen? Mit Ihrer Erfahrung aus dem Krankenhaus unterstützen Sie als Kodierfachkraft die ärztlichen Gutachter in der Abteilung Krankenhaus. Sie prüfen zusammen mit den ärztlichen Gutachtern die korrekte Abrechnung – und die Einhaltung weiterer Vorschriften – der Krankenhausbehandlung. Bei rein pflegefachlichen Fragestellungen führen Sie die Begutachtung selbständig durch. Die Prüfung erfolgt anhand der Patientenakten in den Krankenhäusern oder in einem schriftlichen Verfahren. Sie überprüfen zusammen mit den ärztlichen Gutachtern, ob die Krankenhäuser die Struktur- und Qualitätsanforderungen erfüllen. Diese Prüfungen führen Teams aus pflegefachlichen und ärztlichen Gutachtern nach Aktenlage oder vor Ort im Krankenhaus durch.

Sie sind Fachinformatikerin oder Fachinformatiker?

Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Team IT der Abteilung Service sind Sie für die Wartung und Pflege der eingesetzten Hard- und Software im Client- und Serverbereich an allen Standorten des Medizinischen Dienstes Nord zuständig. Das umfasst die Administration der Betriebssysteme ebenso wie der Zugriffsdomänen. Auch die Verwaltung und mögliche Weiterentwicklung von Datenbanken gehört zu Ihren Aufgaben. Sie gewährleisten außerdem die Datensicherheit.

Sie sind eine medizinisch erfahrene Verwaltungskraft?

Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Abteilung Service sind Sie dafür zuständig, dass Gutachtenaufträge mithilfe moderner Digitalisierungstechnik schnell aufbereitet und weitergeleitet werden. In dieser Abteilung sind Sie außerdem Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für die auftraggebenden Krankenkassen, die Leistungserbringer wie behandelnde Ärzte und Pflegeeinrichtungen sowie für die Versicherten. Auch die pflegefachlichen Gutachter des Medizinischen Dienstes Nord wenden sich mit Fragen an Sie.

Sie sind erfahren in der Personalarbeit?

Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Abteilung Personal und Finanzen betreuen Sie die Beschäftigten des Medizinischen Dienstes Nord und verwalten alle personalrelevanten Anliegen. In Ihrem Bereich sind Sie Ansprechpartner bei allen Fragestellungen für Mitarbeiter und Führungskräfte. Sie sind zuständig für die Gestaltung, Einleitung und Steuerung aller Stellenbesetzungsverfahren des Medizinischen Dienstes Nord und erstellen Gehaltsabrechnungen und Personalstatistiken.

Sie sind erfahren im Finanzbereich und in der Vorbereitung und Abrechnung von Dienstreisen?

Im Finanzbereich verwalten und buchen Sie die Einnahmen und Ausgaben, insbesondere die von den Trägern zu zahlende Umlage. Sie steuern und verwalten die liquiden Mittel des Medizinischen Dienstes und stellen die Zahlungsfähigkeit sicher. Außerdem begleiten Sie die jährlichen Erstellungen von Haushaltsplan und Jahresabschluss.

Im Bereich der Reisestelle bereiten Sie intensiv die vielfältigen regionalen und nationalen Reisen unser Gutachterinnen und Gutachter vor und stellen die korrekte und zeitnahe Abrechnung sicher. Als erster Ansprechpartner stehen Sie allen unseren Beschäftigten in diesen Fragen tatkräftig zur Seite. 

Der Medizinische Dienst Nord bildet am Standort Hamburg in den Ausbildungsberufen Kauffrau/Kaufmann im Gesundheitswesen und Fachinformatikerin/Fachinformatiker Systemintegration aus.

Die dreijährige Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Gesundheitswesen findet in verschiedenen Abteilungen statt. Ausbildungsschwerpunkte sind die rechtlichen Grundlagen, Strukturen und Aufgaben des Gesundheitswesens, das Auftrags- und Gutachtenmanagement sowie das Versicherten- und Kundenmanagement, Finanzwesen, Personalwirtschaft sowie Einkauf und Service.

Auszubildende für den Beruf Fachinformatikerin oder Fachinformatiker Systemintegration lernen in der dreijährigen Ausbildungszeit im Team IT alle Bereiche der Systemintegration kennen. Dies sind die Einrichtung und Wartung der IT-Systeme, die Überwachung und Konfiguration der Netzstruktur, die Mitarbeit in der Beratungseinrichtung für alle IT-Nutzer (User-Helpdesk), sowie die Betreuung und Beratung der Beschäftigten des Medizinischen Dienstes Nord.

Ihr Kontakt zur Karriere

Chantal Teschke

Medizinischer Dienst Nord

Telefon:040 25169-5194

E-Mail:bewerbung(at)md-nord.de

Sascha Schulze

Medizinischer Dienst Nord

Telefon:040 25169-5195

E-Mail:bewerbung(at)md-nord.de

Zu beachten: Immunitätsnachweis erforderlich

Ein Immunitätsnachweis ist entsprechend § 20a Infektionsschutzgesetz seit dem 16.03.2022 Voraussetzung für ein Beschäftigungsverhältnis beim Medizinischen Dienst Nord. Daher bitten wir Sie, ergänzend zu den Bewerbungsunterlagen, einen Immunitätsnachweis zu erbringen.