Gemeinsam für gute Qualität

Etwa 1,2 Millionen Menschen sind in Deutschland in Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege tätig. An 365 Tagen im Jahr sind sie für die pflegebedürftigen Menschen da. An einem dieser Tage nimmt der Medizinische Dienst die Versorgungsqualität der Pflegeeinrichtungen in den Blick und gibt Impulse für eine gute Pflege.

Aktuell 14.03.22: Wieder Qualitätsprüfungen und Hausbesuche möglich

Unter den aktuellen Bedingungen hält es der Medizinische Dienst Nord für gerechtfertigt, wieder mit Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen ab sofort und unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen zu beginnen. Auch die Einzelfallbegutachtungen werden wieder teilweise im Rahmen persönlicher Begutachtungen erfolgen. Auch hier gilt es, die besonders gefährdeten Menschen zu schützen, so dass nicht in jedem Fall ein Hausbesuch erfolgen kann.

Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit Höchstwerte an täglichen Neuinfektionen hervorbringt, wird öffentlich viel über Lockerungen der Schutzmaßnahmen diskutiert. Bezogen auf die hohen Infektionszahlen sind die Verläufe der Erkrankungen unter Omikron (BA.1 und BA.2) offensichtlich deutlich milder ausgeprägt, als noch zu Zeiten der die Infektionen dominierenden Delta Variante. Dennoch bleibt es das oberste Gebot, andere vor Infektionen zu schützen.

Wie bisher auch wird die zukünftige Entwicklung der Corona-Pandemie sorgfältig beobachtet und fachlich bewertet. Es darf aber zumindest gehofft werden, dass mit Beginn der wärmeren Jahreszeit das Infektionsgeschehen abflacht.

Ambulante Pflegedienste: 

Prüfankündigung_ambulant_online.pdf

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen: 

Prüfankündigung_vollst_online.pdf 

Tagespflege: 

Prüfankündigung_Tagespflege_online.pdf

Die Gutachterinnen und Gutachter testen sich vor Beginn der Prüfungen mit einem SARS-CoV2-Antigenschnelltest. Bitte stellen Sie dafür einen Raum zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis zum Infektionsschutz bei einer durch den MD Nord angekündigten Regelprüfung: 

Für den Fall gemeldeter(!) Verdachtsfälle beziehungsweise bestätigter SARS-CoV-2-Infektionen bei von Ihnen versorgten Personen oder bei Ihnen Beschäftigten, bitten wir Sie am Tag der Ankündigung einer Regelprüfung um schnellstmögliche Rückmeldung unter der Rufnummer 040 25169-5500 

Die Qualitätsprüfungen findet unter Berücksichtigung der allgemeinen und länderspezifischen Empfehlungen zum Schutz vor SARS-CoV-2 statt. 

In welchem Umfang und zu welchen Inhalten müssen die Schulungen in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen abgehalten werden?

Maßgeblich für die im Rahmen der Qualitätsprüfungen vorzunehmende gutachterliche Bewertung ist die Ausfüllanleitung zu der Prüfungsfrage. Hierbei handelt es sich um Ausführungen, die aus den Pflegetransparenzvereinbarungen ambulant/stationär in die Qualitätsprüfungsrichtlinien übernommen worden sind.

Der Medizinische Dienst hat selbst keine normativen Aufgaben, insofern werden Anforderungen an die Pflegeeinrichtungen nicht vom Medizinischen Dienst festgelegt.

Weitergehende Ausführungen zu den Inhalten und dem zeitlichen Umfang liegen nicht vor.

Die Verantwortung für den zeitlichen Umfang und die konkrete Ausgestaltung der Schulungsinhalte obliegt der Pflegeeinrichtung. Im Rahmen der Schulungen sollten neben den grundlegenden Maßnahmen der Ersten Hilfe insbesondere die in der Einrichtung auftretenden Notfallsituationen berücksichtigt werden.

Aus fachlicher Sicht und im Sinne der versorgten Pflegebedürftigen wird empfohlen, die Schulungen darauf auszurichten, dass die Mitarbeiter in Notfallsituationen entsprechend des aktuellen fachlichen Wissenstandes adäquat handeln können.

Vor diesem Hintergrund sind praktische Übungen in erster Hilfe sinnvoll.

Für die Prüfung teilstationärer Pflegeeinrichtungen gilt

Von einer regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ist auszugehen, wenn die teilstationäre Pflegeeinrichtung belegen kann, dass solche Schulungen für die betroffenen Mitarbeiter in Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind. Neben Schulungen, die zum Beispiel die teilstationären Pflegeeinrichtungen selbst zu diesem Themen anbieten, können auch betriebliche Ersthelferschulungen dazu zählen.

Für die Prüfung ambulanter Pflegedienste gilt

Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn der ambulante Pflegedienst belegen kann, dass Schulungen in Erster Hilfe und zum Verhalten bei Notfallmaßnahmen in regelmäßigen Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind.

Bei einer Stichprobe von 10 Prozent der Mitarbeiter, die mindestens ein Jahr im Pflegedienst beschäftigt sind, werden Nachweise eingesehen.

Weitere Informationen

Die rechtlichen Grundlagen für die Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste in Pflegeeinrichtungen finden Sie auf der Internetseite des Medizinischen Dienstes Bund