Gemeinsam für gute Qualität

Etwa 1,2 Millionen Menschen sind in Deutschland in Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege tätig. An 365 Tagen im Jahr sind sie für die pflegebedürftigen Menschen da. An einem dieser Tage nimmt der Medizinische Dienst die Versorgungsqualität der Pflegeeinrichtungen in den Blick und gibt Impulse für eine gute Pflege.

Die Gutachterinnen und Gutachter testen sich vor Beginn der Prüfungen mit einem SARS-CoV2-Antigenschnelltest.

Wichtiger Hinweis zum Infektionsschutz bei einer durch den MD Nord angekündigten Regelprüfung: 

Für den Fall gemeldeter (!) Verdachtsfälle beziehungsweise bestätigter SARS-CoV-2-Infektionen bei von Ihnen versorgten Personen oder bei Ihnen Beschäftigten, bitten wir Sie am Tag der Ankündigung einer Regelprüfung um schnellstmögliche Rückmeldung unter der Rufnummer 040 25169-5500. 

Die Qualitätsprüfungen findet unter Berücksichtigung der allgemeinen und länderspezifischen Empfehlungen zum Schutz vor SARS-CoV-2 statt.

Ambulante Pflegedienste: 

Prüfankündigung_ambulant_online.pdf

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen: 

Prüfankündigung_vollst_online.pdf 

Tagespflege: 

Prüfankündigung_Tagespflege_online.pdf

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Zu beachten von vollstationären Einrichtungen und Einrichtungen der Tagespflege:

Mit dem Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Vorschriften vom 18. März 2022 wurde § 20a Abs. 7 IfSG eingeführt. Demnach werden nach § 72 SGB XI zugelassene voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen verpflichtet, dem Robert-Koch-Institut monatlich jeweils Angaben zum Anteil der gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpften beschäftigten sowie betreuten oder gepflegten Personen in anonymisierter Form zu übermitteln. 

Gleichzeitig wurden mit diesem Gesetz der Medizinische Dienst und der PKV-Prüfdienst in § 114Abs. 2 SGB XI verpflichtet, im Rahmen von Qualitätsprüfungen nach §§ 114 ff. SGB XI zu überprüfen, ob die Meldepflicht der vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen erfüllt wurde. 

In die Qualitätsprüfungen der voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen werden in der Zeit vom 01.07.2022 bis 31.12.2022
folgende Fragestellungen aufgenommen:

1. Kann die Einrichtung ihre Registrierung bei der Online-Plattform (https://befragungen.rki.de/ifsg20a/) mittels Bestätigung der Registrierung (E-Mail) nachweisen? 

2. Kann die Einrichtung die Meldung für den letzten Stichtag (letzter Kalendertag eines Monats) mittels Bestätigung der erfolgten Meldung (E-Mail des RKI) nachweisen? 


Wir bitte Sie, am Prüftag den Gutachterinnen und Gutachtern die entsprechenden E-Mail-Bestätigungen vorzulegen.

In welchem Umfang und zu welchen Inhalten müssen die Schulungen in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen abgehalten werden?

Maßgeblich für die im Rahmen der Qualitätsprüfungen vorzunehmende gutachterliche Bewertung ist die Ausfüllanleitung zu der Prüfungsfrage. Hierbei handelt es sich um Ausführungen, die aus den Pflegetransparenzvereinbarungen ambulant/stationär in die Qualitätsprüfungsrichtlinien übernommen worden sind.

Der Medizinische Dienst hat selbst keine normativen Aufgaben, insofern werden Anforderungen an die Pflegeeinrichtungen nicht vom Medizinischen Dienst festgelegt.

Weitergehende Ausführungen zu den Inhalten und dem zeitlichen Umfang liegen nicht vor.

Die Verantwortung für den zeitlichen Umfang und die konkrete Ausgestaltung der Schulungsinhalte obliegt der Pflegeeinrichtung. Im Rahmen der Schulungen sollten neben den grundlegenden Maßnahmen der Ersten Hilfe insbesondere die in der Einrichtung auftretenden Notfallsituationen berücksichtigt werden.

Aus fachlicher Sicht und im Sinne der versorgten Pflegebedürftigen wird empfohlen, die Schulungen darauf auszurichten, dass die Mitarbeiter in Notfallsituationen entsprechend des aktuellen fachlichen Wissenstandes adäquat handeln können.

Vor diesem Hintergrund sind praktische Übungen in erster Hilfe sinnvoll.

Für die Prüfung teilstationärer Pflegeeinrichtungen gilt

Von einer regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen ist auszugehen, wenn die teilstationäre Pflegeeinrichtung belegen kann, dass solche Schulungen für die betroffenen Mitarbeiter in Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind. Neben Schulungen, die zum Beispiel die teilstationären Pflegeeinrichtungen selbst zu diesem Themen anbieten, können auch betriebliche Ersthelferschulungen dazu zählen.

Für die Prüfung ambulanter Pflegedienste gilt

Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn der ambulante Pflegedienst belegen kann, dass Schulungen in Erster Hilfe und zum Verhalten bei Notfallmaßnahmen in regelmäßigen Abständen von nicht mehr als zwei Jahren durchgeführt worden sind.

Bei einer Stichprobe von 10 Prozent der Mitarbeiter, die mindestens ein Jahr im Pflegedienst beschäftigt sind, werden Nachweise eingesehen.

Weitere Informationen

Die rechtlichen Grundlagen für die Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste in Pflegeeinrichtungen finden Sie auf der Internetseite des Medizinischen Dienstes Bund.